Heizölpreise fallen vor Wochenende

04.04.25 • 10:55 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Nach der gestrigen sehr starken Heizölpreisabwärtsbewegung fielen die Heizölpreise heute Vormittag erneut um bis zu 1,75 Cent bzw. Rappen pro Liter. Die US-amerikanischen Zölle sorgen für Preisrückgänge. Allerdings führte auch die spontane Anhebung der OPEC+-Förderquoten im kommenden Mai für deutlichen Ölpreisabwärtsdruck. Dies bewegt Ölmarktanalysten wie Goldman Sachs dazu, ihre Ölpreiserwartungen für das gesamte Jahr 2025 deutlich nach unten zu korrigieren.

Der Euro konnte sich auf 1,10 Dollar steigern, folgt allerdings einem moderaten Abwärtstrend. Die Ölpreise fallen derweil weiterhin stark. Die Nordseerohölsorte Brent fiel unter die psychologisch wichtige 70 Dollar Marke und wird derzeit mit 68 Dollar pro Fass gehandelt. Die US-amerikanische Sorte WTI fiel auf 64 Dollar pro Fass und unterschritt damit die psychologisch wichtige 65 Dollar Marke. ICE Gasoil fiel ebenfalls deutlich und unterschritt mit aktuell 632 Dollar pro Tonne die psychologisch wichtige 650 Dollar Marke. Damit sind trotz des wahrscheinlich fallenden Euros weitere Heizölpreisabwärtsbewegungen im Tagesverlauf möglich.

US-Präsident Donald Trump verkündete gestern deutlich höher als erwartete Zölle. Dies drückt auf den Ölpreis, da es auch viele asiatische Staaten betrifft. Diese wurden bisher als hauptsächliche Quelle des diesjährigen prognostizierten globalen Ölverbrauchsanstieg gewertet. Zölle schaden allerdings in der Regel der Wirtschaft aller Beteiligten und drücken die Ölnachfrage.

Zusätzlicher Ölpreisabwärtsdruck wurde durch das Ölförderkartell OPEC+ generiert. Dieses führt seit diesem Monat die graduelle Rücknahme von Förderquoten in Höhe von 2,2 Mio. B/T durch. Im aktuellen April sollen 138.000 B/T mehr gefördert werden und im Mai sollte dies um weitere 135.000 B/T ansteigen. Gestern verkündete das Kartell überraschend, dass der Wert für Mai auf 411.000 B/T angehoben wird.
Als Grund nennt das Kartell, dass sich der Ölmarkt positiv entwickle und dass es den Mitgliedern helfen soll sich an die bestehenden Förderquoten zu halten. Mehrere Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Nigeria haben in den letzten Monaten ihre Quoten leicht überschritten. Kasachstan und Russland überschritten diese sogar deutlich und sollen dies von April bis Juni dieses Jahres kompensieren.
Die Maßnahme scheint nur der Befriedung innerhalb des Kartells zu dienen, damit nicht weitere Länder das Bündnis verlassen. Zwischen 2016 und 2023 verließen fünf Länder das Bündnis und schwächten somit dessen Marktmacht. Zusätzlich ließ sich die OPEC+ offen, die Rücknahme jederzeit zu pausieren oder umzukehren.

Die Investmentbank Goldman Sachs korrigierte ihre Erwartungen für die durchschnittlichen Rohölpreise 2025 deutlich nach unten. Die Durchschnittspreise für die Rohölsorten Brent und WTI sollen nur noch bei 69 bzw. 66 Dollar pro Fass liegen. Begründet wird dies einerseits mit dem potentiellen wirtschaftlichen Schaden durch die US-amerikanischen Handelskriege und zum anderen mit der Erhöhung der Fördermengen der OPEC+.

Dank der stark gefallenen Ölpreise stieg die Nachfrage am heutigen Vormittag auf mehr als das doppelte des jahreszeitüblichen Wertes an. Zusätzlich vergleichen auch mehr als das Fünffache der üblichen Anzahl an Interessenten die Preise auf HeizOel24.
In Österreich und der Schweiz fielen die Heizölpreise im Schnitt um 0,5 Cent bzw. 1,75 Rappen pro Liter. Währenddessen stiegen sie in Deutschland um durchschnittlich 0,1 Cent an. Allerdings sanken sie am Vortag in Deutschland auch um im Schnitt 2,75 Cent und damit deutlich stärker als in den beiden Nachbarländern. Interessenten in der Bundesrepublik finden deshalb regional bereits wieder eine Vielzahl an Angeboten unterhalb von 90 Cent pro Liter Heizöl.
Aktuell sieht es so aus, als ob die Heizölpreise im Tagesverlauf weiter sinken könnten. -fr-

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