Kaufen oder warten? Heizölpreis auf 2-Monats-Tief

27.02.25 • 12:14 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise geraten zunehmend unter Druck. Nachfragesorgen und die Aussicht auf möglichen Frieden in der Ukraine füttern die Ölbären. Brent-Öl notiert derzeit bei rund 73 US-Dollar pro Barrel, während die Heizölpreise vielerorts auf den niedrigsten Stand seit Monaten gefallen sind. Verbraucher müssen nun entscheiden: Ist das ein günstiger Moment zum Tanken, oder geht es noch weiter nach unten?

Die Ölpreise stehen weiter unter Druck. Neue politische Spannungen sorgen für Unruhe auf dem Markt, während das weltweite Angebot hoch bleibt. Im Fokus steht die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Exportlizenz des Ölkonzerns Chevron für venezolanisches Rohöl zu kippen. Damit könnten täglich rund 240.000 Barrel weniger in die USA geliefert werden. Hintergrund ist der anhaltende Konflikt zwischen Washington und Caracas. Trump wirft Venezuelas Präsident Nicolás Maduro mangelnde Fortschritte bei Wahlreformen und der Rückführung von Migranten vor. Die venezolanische Regierung reagierte mit scharfer Kritik und bezeichnete die Entscheidung als „schädlich“ für die eigene Ölindustrie.

Trotz des drohenden Lieferstopps bleiben die Ölpreise auf Talfahrt. Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine könnten dazu führen, dass Sanktionen gegen russisches Öl gelockert werden. Sollte es dazu kommen, würde mehr Rohöl auf den Weltmarkt gelangen und das Angebot weiter steigen. Auch die jüngsten US-Ölbestandsdaten lieferten gemischte Signale. Während die landesweiten Rohölvorräte gesunken sind, verzeichneten Benzin- und Destillatbestände – darunter Diesel und Heizöl – überraschende Zuwächse. Dies deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach diesen Produkten derzeit schwächer ist als erwartet. Allerdings handelt es sich um eine saisonale Entwicklung: Mit dem Ende der Heizperiode verlagert sich der Bedarf von Kerosin zu Benzin.

Seit Wochenbeginn sind die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Abwärtskurs. Wer seinen Tank füllen muss, kann aktuell günstiger bestellen als noch zu Wochenbeginn. In Deutschland liegt der Durchschnittspreis derzeit bei etwa 95 Cent pro Liter, rund 3 Cent weniger als am Montag. Besonders im Süden fällt der Preisrückgang stärker aus – hier sind Heizölpreise von unter 92 Cent pro Liter zu finden. Hinsichtlich der Preisentwicklung im laufenden Jahr markiert der Heizölpreis heute den tiefsten Punkt. Auch in Österreich zeigt sich eine Bewegung nach unten, wenn auch weniger ausgeprägt. Der aktuelle Durchschnittspreis liegt bei 1,16 Euro pro Liter, etwas niedriger als zum Wochenstart. In der Schweiz ist der Rückgang deutlicher zu spüren: Die Heizölpreise haben die 1-Franken-Marke hinter sich gelassen und liegen nun im kantonalen Mittel bei 98,8 Rappen pro Liter.

Die Frage, die sich viele stellen: Warten oder zuschlagen? Wer seinen Tank zeitnah auffüllen muss, findet jetzt attraktive Konditionen. Wer noch abwarten kann, sollte den Markt weiter beobachten – eine plötzliche Trendwende ist nicht ausgeschlossen. Besonders in Regionen mit ohnehin niedrigen Preisen könnte es sich lohnen, jetzt zu bestellen und sich die aktuellen Konditionen zu sichern.

HeizOel24-Tipp: Sie warten auf einen bestimmten Preis? Kein Problem! Legen Sie ihn fest und wir informieren Sie per E-Mail bzw. Push-Nachricht, wenn dieser erreicht ist. Nutzen Sie einfach die Preisalarm-Funktion in der Angebotsliste. HeizOel24. 27.02.2025

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