War das die Spitze? Heizölpreise geben leicht nach

17.10.23 • 12:59 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise an der Börse geben leicht nach und die Heizölpreise bei den Händlern fallen um bis zu einen Cent bzw. Rappen je Liter. Nachdem gestern die Kriegsangst im Nahen Osten und die hohe Nachfrage in der DACH-Region für Aufwärtsdruck gesorgt haben, hat sich die Situation heute leicht entspannt. Die USA bemühen sich Meldungen zufolge, im Nahen Osten zu vermitteln und ein Ausufern des Krieges auf die großen anliegenden Ölproduzenten zu verhindern. Mittelfristig könnte es auch gelingen, dass Venezuela wieder mehr Rohöl auf dem Weltmarkt verkaufen darf, was heute ebenfalls für leichte Preisrückgänge an den Ölbörsen sorgt.

Der Euro fiel minimal auf 1,053 Dollar. Dies wird bei den Importpreisen allerdings durch die leichten Verluste der Rohöl- und Ölproduktpreise mehr als ausgeglichen, welche zum Tagesauftakt einer leichten Abwärtstendenz folgen. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird derzeit mit 89 Dollar und ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI mit 86 Dollar gehandelt. ICE Gasoil notiert derweil bei 908 Dollar pro Tonne. Die nationalen Heizölpreise nehmen die sich bietenden Abwärtsspielräume dankbar an und geben nach.

Nachdem die für das Wochenende angekündigte israelische Bodenoffensive ausgeblieben ist, entspannten sich die Rohölpreise leicht und zaghaft rücken zusätzliche Themen in den Fokus. U.a. richtet sich die Aufmerksamkeit des Ölmarkts heute auf die Gespräche der venezuelischen Regierung mit der Opposition. Diese lagen seit längerem auf Eis und wurden durch Vermittlung der USA wieder aufgenommen. Diese versprechen sich davon die Sanktionen gegen den venezuelischen Ölsektor lockern zu können. Kurzfristig hätte dies auf den Ölmarkt nur geringe Auswirkungen, da es seit den 2018 eingeführten Sanktionen an Investitionen in dem Bereich fehlt. Mittelfristig könnte das Land allerdings seine signifikanten Ölvorkommen dem Weltmarkt zuführen.

In Österreich starten die Heizölpreise mit einem minimalen Minus von durchschnittlich 0,1 Cent pro Liter in den Tag. In der Schweiz fielen sie dagegen um 0,5 Rappen und in Deutschland um 1,05 Cent pro Liter Heizöl. Einzig im Süden der Bundesrepublik gibt es regionale Aufwärtsbewegungen. Das Nord-Süd-Preisgefälle, das im September besonders ausgeprägt war, hat sich umgekehrt. Nachdem Heizöl über weite Strecken des Spätsommers zwischen Karlsruhe, Stuttgart und München am günstigsten war, liegt die Preisführerschaft nun wieder wie gewohnt im Norden und Westen. Am günstigsten ist Heizöl aktuell im Großraum Köln mit rund 1,13 Euro je Liter. Es folgen Hamburg, Hannover und Berlin mit ca. 1,14 Euro. Kunden in Bayern und Baden-Württemberg müssen aktuell mit 1,16 bis 1,17 Euro je Liter Heizöl rechnen.

Tendenziell dürften die Heizölpreise auch in den nächsten Tagen fest bleben. Die Bemühungen der USA die venezuelischen Öl-Sanktionen im Gegenzug für demokratische Wahlen zu lockern, sehen derzeit vielversprechend aus. Auf der anderen Seite dachte man dies die letzten Jahre auch vielfach bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über die Rückkehr zum Atomabkommen und daraus geworden ist letztlich nichts. Auch ist derzeit noch abzuwarten, ob die USA den Balanceakt im Nahen Osten meistern werden. Einerseits wollen sie Israel vollumfänglich unterstützen und andererseits verhindern, dass die umliegenden Länder mit in den Konflikt gezogen werden. Zusätzlich dürfte auch die Nachfrage in der DACH-Region weiter anziehen. Heizölnutzer, die sich bis jetzt noch nicht für die Heizsaison eingedeckt haben, stehen zunehmend unter Zugzwang und ab Mitte November dürfte in Deutschland zudem die CO2-Preiserhöhung von ca. drei Cent je Liter zum 1. Januar 2024 für zusätzliches Bestellaufkommen sorgen. -fr-

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