
So billig kann Heizen sein! Heizölpreis im Keller und Frühling im Dezember
07.12.15 • 10:41 Uhr • HeizOel24 News •
Die Öl- und Heizölpreise präsentieren sich über das Wochenende hinaus schwach und geben weiter nach. Heizöl wird durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter billiger erwartet. Nicht nur Heizöl sondern auch Diesel ist rekordverdächtig billig.
Die Zeiten, als es günstiger schien auf den Kanaren zu überwintern, als den heimischen Heizöltank zu füllen, sind nicht lange her. In diesem Jahr ist es anders: Wer heute Heizöl bestellt, bekommt zum vollen Tank noch zwei Wochen Teneriffa geschenkt. Das Beispiel ist sicherlich überspitzt und Ölhändler sind (noch) keine Reisebüros, aber wer die diesjährige Heizölrechnung mit denen der letzten Jahre vergleicht, kommt schnell auf 1.000 Euro Differenz!
In Deutschland kostet ein Liter Heizöl heute durchschnittlich 48 Cent. Das aktuelle Niveau wurde nun auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Frühjahr 2009 kurzfristig unterschritten. Billiger als 45 Cent ging es in den letzten 10 Jahren nie. Diesel war am Wochenende an vielen Tankstellen für unter einen Euro erhältlich. Ein Niveau an das sich nur noch ältere Autofahrer erinnern dürften. Der niedrige Ölpreis und der viel zu warme Spätherbst machen es möglich. Weder in Europa, noch in den USA war es bisher winterlich, was deutliche Spuren im Preisgefüge für Kraftstoffe hinterlassen hat. Während Benzin relativ knapp und teuer ist, sieht sich der Markt einem Überangebot an Mitteldestillaten – also Heizöl und Diesel – gegenüber.
Das OPEC-Meeting vom Freitag gab dem Ölmarkt einen neuen Abwärtsimpuls. Die offizielle Förderquote von 30 Mio. Barrel pro Tag wurde nicht angetastet, wobei die aktuelle Tagesproduktion auf 31,5 Mio. Barrel geschätzt wird. De Facto können die Mitgliedsstaaten damit weiterhin so viel Öl fördern, wie sie wollen. Weiterhin wird es kein vorgezogenes Meeting im Frühjahr nächsten Jahres geben. Erst am 2. Juni wird turnusgemäß wieder über Förderquoten und Marktaktivitäten beraten. US-Rohöl (WTI) ist unter 40 Dollar je Barrel gefallen. Europäisches Nordseeöl kostet aktuell rund 43 Dollar. Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) notiert weiter unter 400 Dollar je Tonne.
Kunden mit Heizölbedarf sollten den Markt engmaschig beobachten und die Spekulation nicht überreizen. Die aktuelle Faktenlage spricht durchaus noch für sinkende Heizölpreise, denn Frost und Schnee sowie eine Verknappung des Ölangebots sind auf Sicht von 14 Tagen kein Thema. Gerade auf dem erreichten Dumpingniveau können die Ölpreise an der Börse aber schnell und unvermittelt nach oben drehen, wie bereits zweimal in diesem Jahr zu beobachten war. - ok
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 43,00 $, Gasöl ca. 395 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,50 € / 100 l gegenüber gestern. Schweiz: - 0,50 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,083 (Euro leichter)
US Dollar/Franken: ca. 1,002 (Franken leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Die Öl- und Heizölpreise fallen trotz des erreichten Rekordtiefs weiter. Kunden, die auf den niedrigsten Heizölpreise seit zehn Jahren spekulieren, sollten die Gefahr einer Aufwärtskorrektur im Hinterkopf habe! - www.heizoel24.de - 07.12.2015
Börsendaten | Montag 07.12.2015 10:41 Uhr | Schluss Vortag 06.12.2015 | Veränderung zum Vortag |
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Heizölpreis | Montag 07.12.2015 10:41 Uhr | Schluss Vortag 06.12.2015 | Veränderung zum Vortag |
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Ø 100l Preis bei 3.000l |